SENSLAS, SAVOGNIN
SONNTAG, 28. SEPTEMBER 2025
Es war ein traumhafter Herbsttag - der Himmel blau, die Berge nah, die Bäume ruhend, die Erde lebendig, der Kreis der Teilnehmenden kraftvoll.
Die Steine mit ihren prähistorischen Zeichen standen bei unserem Ritual im Mittelpunkt: Wir haben Kontakt aufgenommen durch die Sage des «Schalensteins der Wildfrauen», wir haben in die Kraft des Ortes hineingespürt, durch Steine von der Berggöttin Piz Toissa urweibliche Aspekte in uns selbst entdeckt, uns die Weisheit der Steine zeigen lassen, und einen neuen kleinen, feinen Steinkreis als verbindendes Element und als Dank zurückgelassen.
Die Trommeln und der Rauch von Kräuterbüscheln haben uns begleitet, uns geerdet und in die Kraft gebracht und uns den Herzschlag von Mutter Erde spüren lassen. Auch die unsichtbaren Wesen, das kleine Volk, waren präsent – auch in der Sage von «Marie und den Feen». Die Lichtkugel mit unserer Kraft und unseren Wünschen für die Welt hat unser Wirken abgerundet.
Die Gemeinschaft und die feinen Speisen zur Teilete bildeten den krönenden Abschluss eines unvergesslichen Nachmittags. Senslas, wir kommen wieder…
Churer Altstadt
Freitag, 13. Juni 2025
Unser Stadtspaziergang war ergreifend. Denn trotz hochsommerlichen Temperaturen und Feierabendstimmung an diesem Freitagabend in der Churer Altstadt haben wir Kraft und Ruhe gefunden, und bewusst und unbewusst viele Seelen berührt.
Beim Arcas haben wir uns getroffen, im Bärenloch haben wir uns vom Alltag verabschiedet, unseren Ballast weggeräuchert. Von dort ging es in der Stille weiter von Platz zu Platz. Beim Marsöl haben wir uns mit den Ahnfrauen und der langen 40'000 -jährigen Geschichte der Mutterfiguren verbunden. Auf dem Hof unter den Linden haben wir im Kreis gesungen und dabei unverhofft eines katholischen Kirchenfürstens Herz berührt. Beim Hegisplatz haben wir einer Sage und indianischen Flötenklängen gelauscht. Auf dem Regierungsplatz haben wir unsere Wünsche für ein neues Kräftegleichgewicht in Zukunft platziert und auf dem Fontanaplatz sowie über der Plessur haben wir unsere Wünsche zur weiblichen Kraft dem Wasser übergeben.
Zum Abschluss trafen wir uns auf dem Hirschbühlplatz zum kraftvollen Trommelkreis und zur anschliessenden Teilete am reichhaltigen Buffet. Dieses wunderbare Stadtritual machte Lust auf mehr. Wir werden wieder kommen auf die kraftvollen Plätze in der Churer Altstadt.
Ratenna, Tamins
Mittwoch 30. April 2025
Mystisch und märchenhaft war es an diesem wunderbaren Abend im Wald von Ratenna. Es war als würden die Baumriesen sich uns zuwenden und ihr altes Wissen, ihre Weisheit und ihre Kraft mit uns teilen wollen.
Die Quelle hat uns mit ihrem fröhlichen Murmeln begrüsst und zusammen mit uns der uralten Sage der Sontga Margriatha gelauscht. Die Geschichte erzählt von einer Frau, die als Hirte verkleidet für Segen auf der Alp sorgt. Nach ihrem Weggang vertrocknen die Quellen, die Wiesen verdorren – zahlreich sind die Hinweise auf die Fruchtbarkeitsgöttin und Ahnfrau. Mit Kräutern haben wir die Quelle und das Wasser geehrt und ihr in Lichterschiffchen unsere Wünsche für weibliche Kraft übergeben.
Unter den majestätischen Bäumen haben wir den Kreis geschlossen, begleitet von der Trommel. Ihr Rhythmus symbolisiert den Herzschlag von Mutter Erde - wir haben uns «verwurzelt» und uns mit ihrer grossen Kraft verbunden.
Reichhaltig und köstlich war die «Teilete» zum Schluss, die Gemeinschaft stark, die Freude und Dankbarkeit gross, der Abend fast zu kurz.